Honig
kaufen 2021

Honig kaufen, ist der Verzehr von Honig gesund?

Die im Honig enthaltenen Zuckerarten werden anders als reiner Haushaltszucker verdaut. Fructose, Saccharose und Maltose werden durch den Darm verzögert aufgenommen, während Glucose als Einfachzucker schnell ins Blut gelangt. Nach dem Verzehr von Honig steigt und sinkt der Blutzuckerspiegel daher langsamer und mit einer größerer Verzögerung als nach dem Verzehr von Haushaltszucker. Das ist ernährungsphysiologisch von Vorteil. Am besten kaufst Du enzymreichen Honig direkt beim Imker, dieser Hong ist besonders gesund, da diese Stoffe verdauungsfördernd wirken. Kaufe Honig von Imkern aus der Region, da die im regionalen Honig enthaltenen Pollen der Umgebung in der man lebt entsprechen und diese Pollen das eigene Immunsystem in positiven Sinne reizen.
In der Wundbehandlung wirkt speziell verarbeiteter Honig antibakteriell gegen eine Vielzahl von Keimen, wenn dieser konzentriert und oberflächlich eingesetzt wird. Menschen mit Erkrankungen des Zuckerstoffwechsels und Säuglinge müssen beim Verzehr von Honig vorsichtig sein.

Woraus besteht Honig?

Honig besteht aus Spurenelementen, Enzymen, Aminosäuren, Wasser und verschiedenen Zuckern.

Wertvolle Inhaltsstoffe des Honigs in geringen Anteilen

Als sehr wertvolle Inhaltstoffe des Honigs sind in ganz geringen Mengen Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Honig vom Imker, der nicht zu stark gefiltert wurde enthält Pollen aus der Gegend, in der die Bienen den Nektar gesammelt haben. Die in winzigen Mengen enthaltenen Aminosäuren und Aromastoffe sorgen für die Farbe und den Geschmack im Honig. Aminosäuren werden im menschlichen Körper für den Aufbau von lebensnotwendigen Eiweißen benötigt. Die im Honig vorkommende Aminosäure Prolin hilft im Körper bei der Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Die enthaltenen Enzyme Invertase, Diastase oder Glucoseoxidase sind Wirkstoffe, die große chemische Stoffe zerlegen, aufspalten oder verändern und somit für den Körper verfügbar machen.

Inhaltsstoffe im Honig in größeren Anteilen

Der Wassergehalt im Honig beträgt zwischen 15 Prozent und 19 Prozent, für eine gute Haltbarkeit soll der Wassergehalt möglichst gering sein. Der Hauptbestandteil im Honig sind Kohlenhydrate wie Fructose, Glucose, Saccharose oder Maltose. Du möchtest die Bestandteile des Honigs ganz genau wissen, dann schau dir die Übersicht von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau an.

Warum produzieren Bienen Honig?

Die Bienen benötigen Honig als Futter für den Winter. Durch den Herstellungsprozess, der mehrere Tage dauern kann, machen die Bienen den Nektar und Honigtau haltbar und lagerungsfähig.

So kommt der Honig von der Blüte in die Honigwabe

Die Bienen sammeln Nektar und Honigtau und geben bereits bei der Aufnahme Enzyme hinzu. Die hinzugegebenen Enzyme spalten den Mehrfachzucker in Einfachzucker Fructose und Glucose. Dem Nektar wird durch die Sammelbienen und bei der Weitergabe an die Bienen im Bienenstock ein Teil vom Wasser entzogen.

Die Honigreifung durch Wasserentzug

Im Bienenstock wird der noch unreife Honig als kleine Tropfen in den Waben eingelagert, immer wieder in andere Zellen umgetragen und mit Enzymen, Mineralien und anderen Stoffen angereichert. So verliert der unreife Honig durch Verdunstung weiter Wasser. Bei einem Wasseranteil von unter 18 % erfolgt die Einlagerung in Lagerzellen, diese werden mit einem luftdurchlässigen aber wasserdichten Deckel aus Wachs verschlossen. Der Honig ist nun in den Waben lange haltbar.

Wie oft müssen Bienen für 500 Gramm Honig ausfliegen?

Der Honigverbrauch pro Kopf in Deutschland liegt seit Jahren bei rund einem Kilo pro Jahr. Die Bienen müssen rund 40.000 mal ausfliegen und etwa zwei Millionen Blüten anfliegen um Honig für ein 500 Gramm Glas zu sammeln. 

Wie kommt der Honig ins Glas?

Honig wird in der Imkerei aus den Honigwaben gewonnen. Hierzu entnimmt der Imker dem Bienenvolk die reifen und verdeckelten Honigwaben. In seiner Imkerei werden die Honigwaben mit Entdecklungsgabeln entdeckelt. Die Honigwaben kommen anschließend in die Honigschleuder. Durch das Schleudern fließt der Honig aus den Waben. Der frisch geschleuderte Honig wird durch Siebe von Wachsbestandteilen getrennt. Der fertige Honig wird in Honiggläser abgefüllt. Natürlich probiert der Imker den frisch geschleuderten Honig mit einem Honiglöffel.

Honig kaufen: Wodurch unterscheidet sich guter Honig von schlechten Honig?

Je geringer der Wasseranteil im Honig ist, umso besser ist die Haltbarkeit. Industriell verarbeitetem Honig werden durch Filterverfahren viele wertvolle Inhaltsstoffe entzogen, so wird dadurch unter anderem die Neigung zur natürliche Kristallisation verhindert. Der industriell verarbeitete Honig hat oft eine sehr flüssige Konsistenz. Honig aus der Honigindustrie wird oft aus vielen verschiedenen Honiglieferungen aus der ganzen Welt gemischt, um einen gleichbleibenden Geschmack zu erhalten. Unser Jahrgangshonig enthält nur Honig aus einer Schleuderung, gesammelt von unseren Bienen und von uns schonend verarbeitet in Bayern. Wir blassen alle wertvollen Bestandteile wie Pollen in unserem Honig.

Honig vom Imker zum Frühstück – so kann der Tag beginnen

Wo kann man Honig kaufen?

Den natürlichsten und am wenigsten verarbeiteten Honig kaufst Du direkt beim Imker. Auch im Einzelhandel, in Bioläden, Reformhäuser oder über das Internet kannst Du Honig kaufen.

Woher kommt der Honig in Deutschland?

Durch deutsche Imker und Imkereien wird rund 30 % oder 26.000 Tonnen des in Deutschland verbrauchten Honigs hergestellt. Die wichtigsten Importländer für Honig sind Mexiko, Argentinien und die Ukraine.

Honig kaufen: Welche Honigsorten gibt es?

Die Bienen in Deutschland sammeln zwei unterschiedliche Arten von Honig, den Blütenhonig und Waldhonig.

Blütenhonig

Für den Blütenhonig oder auch Nektarhonig sammeln die Bienen den Nektar von verschiedenen Blütenpflanzen. Je nach Zeitpunkt zu dem die Bienen den Nektar sammeln, wird der Blütenhonig als Frühjahrsblütenhonig bzw. Frühjahrstrachthonig oder Sommerblütenhonig bzw. Sommertrachthonig bezeichnet. Sammeln die Bienen den Nektar nahezu ausschließlich von einer Blütenpflanze, so wird der Blütenhonig als Sortenhonig bezeichnet. Dies funktioniert nur, da Bienen blütenstetig sind und die Trachtpflanzen zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Bekannte Sortenhonige sind Rapshonig, Robinienhonig (besser bekannt als Akazienhonig), Sonnenblumenhonig, Löwenzahnhonig, Lindenblütenhonig, Kleehonig oder Phazeliahonig. Blütenhonig gibt es flüssig, cremig, aber auch oft schnell kristallisierend in hellen Farben.

Waldhonig

Sammeln die Bienen Honigtau, das sind zuckerhaltige Ausscheidungen von pflanzensaftsaugenden Insekten wie Blattläusen und Kleinstinsekten, bezeichnet man den Honig als Waldhonig oder auch Honigtau-Honig. Damit Bienen Waldhonig sammeln können, müssen große Mengen an Blattläusen, die vor allem auf Fichten oder Tannen vorkommen, vorhanden sein. Dies geschieht nur unter bestimmten klimatischen Voraussetzungen, so dass Waldhonig an manchen Jahren nicht geerntet werden kann. Waldhonig hat einen würzigen Geschmack, eine dunkele Farbe und bleibt oft sehr lange flüssig.

Mischung aus Blütenhonig und Waldhonig

Es gibt auch Mischhonige, die sowohl Anteile von Nektar aus Blütenpflanzen als auch die Ausscheidungen von pflanzensaugenden Insekten enthalten. Diese Honige unterscheiden sich oft stark in Geschmack und Aussehen, je nachdem wie hoch die Anteile der jeweiligen Trachtpflanzen und Insektenauscheidungen sind. Je höher der Anteil von Honigtau im Honig ist, umso zähflüssiger ist er und kristallisiert langsam. Das Farbspektrum reicht von hell bis dunkel.

Wie viel kostet Honig?

Je nachdem wo der Honig gekauft wird, erhältst Du das 500 Gramm Glas für teils deutlich unter fünf Euro. Ein Kilo guter Honig direkt vom Imker kostet zwischen 15 Euro und 25 Euro. Besonderer Honig wie der Manukahonig aus Neuseeland kostet rund 240 Euro pro Kilo.

Wozu kann Honig verwendet werden?

Die Verwendungsmöglichkeiten für Honig sind Vielfältig. Er schmeckt sehr gut pur am Morgen mit dem Honiglöffel aufs Butterbrot oder auf die Buttersemmel oder das Butterbrötchen verteilt. Du kannst Honig kaufen um Ihn beim Kochen für die Verfeinerung von Soßen zu verwenden. Beim Süßen von Tee, Kuchen und Gebäck ersetzt Honig den Zucker. Aus Marketinggründen wird in der Produktion von Lebensmitteln oft geringe Mengen Honig verwendet, da der Zusatz „enthält Honig“ auf der Verpackung den Absatz steigert. Honig schmeckt nicht nur uns Menschen gut, auch Bienen nutzen ihren eingelagerten Honig als Nahrung in der trachtarmen Winterzeit. Aus Honig kann Honigschnaps oder Met hergestellt werden. In Pflegeprodukten ist Honig in Kosmetik, Seifen, Flüssigseifen oder Badezusätzen enthalten.

Welche Honighersteller gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es rund 160.000 Imker. Rund 96 % bzw. 153.600 der Imker betreiben die Imkerei als Hobby und haben 1-25 Bienenvölker. 3 % bzw. 4.800 der Imker haben zwischen 26 bis 50 Bienenvölker und nur 1 % bzw. 1.600 der Imker in Deutschland hat mehr als 50 Bienenvölker. Große Honigmarken in Deutschland sind unter anderem Breitsamer und Langnese. Alle Supermarktketten und Discounter verkaufen Honig unter Handelsmarken. Wenn Du den kleinen Imker um die Ecke unterstützen möchtest, kaufst Du deinen Honig am Besten bei Ihm.

Worauf achten beim Honigkauf?

Kaufst Du unbehandelten Honig direkt vom Imker enthält dieser eine große Menge an verschiedenen Bestandteilen und damit hat der Honig bei jeder Honigernte ein anderes aussehen und einen anderen Geschmack. Unbehandelter Honig kristallisiert nach relativ kurzer Zeit und wird fest.
Große Honighersteller möchten einen immer gleichbleibenden Honiggeschmack und flüssigen Honig. Aus diesem Grund werden Honige von großen Herstellern maschinell filtriert. Der Honig aus dem Supermarkt ist oft aus Honigen aus der ganzen Welt vermischt, um einen gleichbleibenden Geschmack und eine langanhaltende Flüssigkeit des Honigs zu gewährleisten. Honig im Supermarkt oder Discounter ist günstiger wie beim Imker um die Ecke.
Du legst Wert auf regionale Produkte, möchtest Dir sicher sein, dass dein Honig alle wichtigen Bestandteile enthält. Dann kaufst Du deinen Honig am besten regional, direkt vom Imker Deines Vertrauens.

Unterschied zwischen Bio Honig und konventionellen Honig

Gemäß der EU-Öko-Verordnung müssen die Bienenstöcke und das in der Bienenhaltung verwendete Material hauptsächlich aus natürlichen Stoffen wie Holz bestehen. Zum Schutz der Holzbeuten dürfen nur nicht-synthetische, ökologisch unbedenkliche Rohstoffe wie zum Beispiel Propolis, Wachs oder natürliche Pflanzenöle zum Einsatz kommen. In der Bioimkerei ist vorgeschrieben, umfangreiche Honig- und Pollenvorräte in den Völkern für den Wintervorrat zu belassen. In der Bioimkerei ist die Fütterung der Bienen nur mit Bio-Honig oder Bio-Zucker zulässig und das nur dann, wenn das Überleben des Volks klimabedingt gefährdet ist. Die Behandlung der Bienen gegen Bienenkrankheiten darf in der Bioimkerei nur mit organischen Säuren erfolgen. In der Bioimkerei sind die Bienenvölker während der Trachtzeit so aufzustellen, dass im Flugradius der Bienen die Nektar- und Pollentrachten aus ökologischen/biologischen Kulturen holen können.

Wir betreiben unsere Imkerei konventionell, da wir die Zeit für den Dokumentationsaufwand für die Biozertifizierung lieber für die Pflege unserer Bienenvölker aufwenden. Dabei achten wir auf folgendes:

  • Unsere Bienen wohnen in Bienenstöcken aus Holz, die unbehandelt sind.
  • Wir füttern unsere Bienenvölker mit hochwertigen fertigen Zuckersirup von Südzucker, so dass die Bienen gut über den Winter kommen und im folgenden Frühjahr einen guten Start haben.
  • Wir behandeln unsere Bienen gegen die Varroamilbe mit einer Brutunterbrechung im Sommer und organischen Säuren.